präsentiert von Matthias Hanke und Lichtblicke e.V.

Mongolei

Mongolei 1 B. VetterMongolei 2 B. VetterMongolei 3 B. VetterMongolei –Mit Kind und Kamel unterwegs im Nomadenland mit Barbara Vincent und Heiland Vetter. Was tut man, wenn ein Kamel in den Sitzstreik geht? Mal scheuert ein Gurt, mal ist eine kleine Wunde zu versorgen. Nach ihren drei Nomadenzeiten in der Mongolei kennen Barbara Vetter und Vincent Heiland die Befindlichkeiten ihrer Kamele Botok, Kila und Mila aus dem Effeff. Insgesamt zehn Monate erkunden sie zusammen mit ihren kleinen Töchtern das am dünnsten besiedelte Land der Erde. Ihre „Höckertaxis“ sind ihnen schnell ans Herz gewachsen und werden insbesondere von den Kindern als neue Familienmitglieder angesehen. Sie helfen den Globetrottereltern dabei, die Ausrüstung und den Nachwuchs quer durchs Altai – Gebirge im Westen der Mongolei zu tragen. Auch wenn das Beladen mitunter eine kleine Tagesaufgabe ist, denn auch im geübten Zustand braucht die Familie dafür noch rund drei Stunden. Die kleine Karawane erregt unter den einheimischen Nomaden großes Aufsehen und so gibt es zahlreiche Einladungen in die Jurten zum gesalzenen Ziegenmilchtee. Die Nomaden leben mit bis zu 15 Leuten in einer Jurte unter einfachsten Bedingungen. Gerade dieses Ursprüngliche macht den großen Reiz für die Reisejournalisten aus. Sie wollen unbedingt deren archaische Lebensweise einfangen, ihre Traditionen festhalten, bevor sie durch andere ersetzt werden.

Barbara Vincent

Ja, ich habe Reisefieber. Es ist da und geht nicht mehr weg. Warum sollte es auch. Es fühlt sich wohl bei mir. Ich pflege es, gebe ihm meist nach, wenn es danach verlangt und führe es überall herum. Bekommen habe ich es schon ganz früh. Bereits im Alter von einer Woche packten mich meine Eltern zusammen mit meinen Geschwistern in den eigenen VW-Bus, um mit mir vom Heimatort München nach Spanien zu fahren. Während meiner Schulzeit bekam ich fast nie das Endjahreszeugnis persönlich ausgehändigt – wir waren einfach schon unterwegs. Meist ging es per Wohnwagen in verschiedene europäische Länder. Es war ein freies Leben, in dem wir Kinder uns überall ausprobieren und lernen konnten ohne Scheu auf Menschen aller Kulturen zuzugehen. Das Reisefieber ging auch nicht weg, als ich anfing meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Im Gegenteil es wurde größer, verlangte nach immer mehr, stellte alles in Frage. Ich unterbrach die Schulzeit für einen einjährigen England- und Irlandaufenthalt, bis ich wusste, warum ich das Abitur überhaupt machen will: Ein Studium – Biologie und Geographie auf Lehramt! Diese Fächer, so meine Idee, könnten mir auf Reisen behilflich sein und außerdem hätte ich ja als Lehrerin lange Ferien. Eher zufällig kam ich so zum Studium nach Jena, einer Stadt die mir bis dahin genauso unbekannt war wie der gesamte Osten Deutschlands. Hier lebte ich die Freiheit des Studentenlebens, schickte mein Reisefieber auf Gedankenexpedition und gab ihm einen Partner. Gemeinsam mit Vincent Heiland plante ich eine Radreise von Jena in den Jemen. Unsere Tour erregte vor Ort und unterwegs nicht wenig Aufsehen, zumal der Jemen in dieser Zeit für Touristen als sehr unsicher galt. Diese 13-monatige Reise sollte unser Auftakt werden, unsere Leidenschaft zum Beruf zu machen. Mit der ersten Reportage bekamen wir schnell Ansehen in der Szene, gewannen u.a. die beliebte El Mundo Trophäe für den „Besten Gesamtvortrag“ und den „Publikumspreis“. Die Anschläge des 11. September 2001 aber machten das Thema Jemen über Nacht fast unverkäuflich. Es war plötzlich ein No-Go für die meisten Veranstalter. Wir aber waren längst in eine Welt eingetaucht, aus der wir nicht mehr auftauchen wollten. Als herangereifte Reisejournalisten luden wir zum ersten Mal Kollegen mit Vorträgen im Gepäck nach Jena ein. So wurde 2002 die Lichtbildarena geboren. Das Reise-Show-Festival und die darauffolgende Vortragsreihe findet seitdem jährlich statt und zieht pro Saison rund 20.000 Besucher in die Hörsäle der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität am Ernst-Abbe-Campus. Seit dieser Zeit ist viel passiert. Wir bekamen zwei Töchter, welche, wie ich einstmals, das Reisen mit der Muttermilch aufsogen. Wir tourten mit den Kindern gemeinsam per Rad und Floß durch Kanada, wanderten mit Packkamelen durch die Mongolei. Das Reisefieber ist mir, wenn auch kein Beziehungsgarant, ein treuer Freund geblieben und wird es immer bleiben. Unser neues Abenteuer nach Sri Lanka ins Reich der Elefanten schlug daher ein neues Kapitel in meinem Leben und auf meinen Reisen auf…

Website: www.barbara-vetter.de

Das Hauptprogramm

Fernwehfestival extra

Sa., 14.30 Uhr

China

Sa., 17.30 Uhr

Sri Lanka

So., 11.30 Uhr

Großbritannien per Rad

So., 14.30 Uhr

Masuren

So., 17.30 Uhr

Tansania

Ausstellungen im Foyer