präsentiert von Matthias Hanke und Lichtblicke e.V.

Faszination Nordwestpassage

NordwestpassageNordwestpassageNordwestpassageNordwestpassageMit der neuen FREYDIS von Alaska nach Grönland: In einem mitreißenden Live-Vortrag erzählen die Wilts von ursprünglicher, gewaltiger Natur und von Küsten, die noch niemals zuvor eine Yacht erkundet hat. Sie berichten von dem dramatischen Verlust ihrer Freydis II in Fukushima 2011 durch den Jahrhundert-Tsunami und die Verstrahlung ihrer Yacht durch das zerstörte japanische Atomkraftwerk. Obwohl die Wilts beide auf die 70 zugehen, wagen sie einen Neuanfang, bauen ihre dritte Freydis und starten 2012 von Deutschland aus zu einer neuen Weltreise. Auf der klassischen Passatroute segeln sie über Atlantik und den Südpazifik nach Australien, von dort über die Inselwelt Melanesiens und Mikronesiens weiter nach Japan. Sieben Taifune setzen ihnen auf diesem Abschnitt zu. Aber nach 3 Jahren und 27.000 Seemeilen – viele Abenteuer inclusive - haben sie Alaska, ihr Sehnsuchtsziel, wieder erreicht. Sie ankern in einsamen Buchten in totaler Wildnis, lassen sich in Bärenbuchten trockenfallen und beobachten die größten Landraubtiere der Erde in ihrem natürlichen Lebensraum oder sie liegen an irgendeinem Steg in kleinen Fischer- oder Eskimodörfern und verlassenen Goldgräbersiedlungen. Die beiden 75-jährigen wollen 2017 mit der FREYDIS zurück nach Europa und entscheiden, den Rückweg über die legendäre Nordwestpassage im Norden von Alaska und Kanada zu wagen. Es wird eine der größten Herausforderungen, der sie sich je gestellt haben. Denn trotz Klimawandel und verbesserter Wetter- und Eisvorhersage bleibt die Durchquerung der Nordwest-Passage ein großes Abenteuer und ein Wagnis: Zur Bewältigung gehören auch weiterhin hoher persönlicher Einsatz, Ausdauer, Mut, Leidensfähigkeit - und nicht zuletzt auch Frustrationstoleranz, denn es wird nicht alles so laufen, wie geplant. Gute Seemannschaft ist in den polaren Regionen in besonderem Maße gefordert: Sie segeln in einer Natur, die menschenfeindlich ist. Es erwarten sie schlechtes Wetter, Nebel, Regen, Sturm, Temperaturen um den Gefrierpunkt, Strömungen und Untiefen. Auch mit GPS und Radar wird die Navigation schwierig, insbesondere da die Seekarten ungenau sind – Abweichungen von mehr als fünf Seemeilen sind keine Seltenheit. Mit nur wenigen Ausnahmen, wie z.B. in der Eskimosiedlung Cambridge Bay, müssen sie sich in der arktischen Wildnis selbst Ankerplätze suchen, die Schutz bieten. Landgänge sind mit dem Risiko verbunden, Eisbären zu begegnen, die – anders als die Grizzlys im Golf von Alaska – auch Jagd auf Menschen machen. Die größte Gefahr stellt das Packeis dar. Seine Ausdehnung ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Die Wilts müssen sich darauf einstellen, dass sie die Durchquerung nicht in einer Saison schaffen, sondern dass sie in einer Bucht oder vor einer Ortschaft einfrieren und dort 10 bis 12 Monate zu zweit den Polarwinter überstehen müssen.

Heide und Erich Wilts

NordwestpassageHeide und Erich Wilts sind seit 45 Jahren auf den Weltmeeren zuhause und mit über 300.000 Seemeilen im Kielwasser Deutschlands befahrenste Segler. 1990 quittierte das Ehepaar seine gut bezahlte Berufstätigkeit als Oberärztin und als Geschäftsführer eines Einkaufs- und Marketingverbundes und widmete sich fortan der Segelei und der Organisation von Segelreisen in die Extremgebiete der Erde. Für ihre seglerischen Pionierleistungen wurden sie mit zahlreichen Preisen geehrt, allein zweimal mit dem Trans-Ocean-Preis, der begehrtesten Trophäe der Blauwassersegler. GEO, Stern, Life, Times und Le Figaro veröffentlichten Reportagen der Wilts. GEO, MARE, YACHT und SEGELN brachten Porträts und Interviews der beiden. Die preisgekrönten Bilder von Erich Wilts wurden in der renommiertesten Fotogalerie Italiens ausgestellt und mit dem internationalen Fotopreis Marian Skubin/No Limits Award gewürdigt. Heide Wilts, von Beruf Radiologin, wurde einem internationalen Publikum bekannt durch zahlreiche Reportagen und 12 Bücher, die sie über ihre abenteuerlichen Segelreisen in den extremen Breiten der Nord- und Südhalbkugel geschrieben hat. Ihr letztes Buch erschien 2013 im SKN-Verlag mit dem Titel: ALASKA - JAPAN - Die letzte Reise der Freydis II .

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